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Chronik der Pfarrei Herz MariäAm 17.Februrar 1946 wurde im Kindergarten des Rathauses mit Pfarrer Walter Leußler, St. Ferrutius Bleidenstadt, nach mehr als 400-jähriger Unterbrechnung wieder eine Heilige Messe in Wehen gefeiert. Der AnfangNach dem 2. Weltkrieg wurden viele Vertriebene aus Ostpreußen, Schlesien, Ungarn und dem Sudetenland auch in Wehen und in den umliegenden Gemeinden angesiedelt. Die meisten waren katholisch, vermißten eine seelsorgliche Betreuung und ihre Kirche. Das Bistum Limburg reagierte mit der Einrichtung einer Seelsorgestelle und dem Bau einer Kirche. Franz Köhler, ein Priester aus der Diözese Leitmeritz, wurde am 1. Dezember 1946 als Seelsorger in Wehen bestellt. Am 25. Januar 1948 wurde die Seelsorgestelle zur Pfarrvikarie und Franz Köhler wurde zum Pfarrvikar ernannt. Mit großer Unterstützung der Katholiken aus Bleidenstadt und dem tatkräftigen Engagement der Heimatvertriebenen wurde die Kirche am Alten Orler Weg gebaut und bereits am 22. August 1948 benediziert. Das war der erste Kirchenbau im Bistum Limburg nach dem 2. Weltkrieg. Ab 1976 wurde der Bau zur gewerblichen Nutzung verpachtet. Das Bistum verkaufte die Liegenschaft 2007 ohne gemeindeöffentliche Thematisierung der Maßnahme mit unbefriedigendem Ergebnis. Pfarrvikar Franz Köhler verstarb am 3. März 1966. Er fand im Priestergrab in Bleidenstadt seine letzte Ruhestätte. Das Pfarr- und GemeindezentrumBischof Dr. Walter Kempf ernannte am 12. April 1966 Kaplan Karl Maria Kindermann zum Nachfolger. Die Gründung des Kirchenchors, Seniorentreffs und Kindergartens gehen auf Initiativen des Kaplans Kindermann zurück. Vor allem aber ist der Bau des Pfarr- und Gemeindezentrums in der Mainzer Allee als wichtiges Ereignis während seiner Amtszeit zu nennen. Am 8. Dezember 1974 wurde der Grundstein gelegt, an Fronleichnam, am 29.5.1975, wurde der erste Gottesdienst im Rohbau gefeiert. Bereits am 12. Dezember 1975 benedizierte Weihbischof Walter Kampe die neue Kirche. Nach 12-jährigem Dienst in Herz Mariä Wehen wurde Pfarrer Karl Maria Kindermann mit neuen Aufgaben betraut. Bezirksdekan Schickel führte Pfarrer Winfried Debus, davor Pfarrer in Katzenelnbogen, am 8. Dezember 1978 in sein neues Amt ein. Während seines 8-jährigen Wirkens in Wehen wurden die letzten Schulden des Kirchenbaus getilgt und eine elektronische Orgel beschafft. Kinder-, Jugend- und eine Frauengruppe etablierten sich in der Gemeinde. Winfried Debus feierte am 8. Dezember 1986 sein Silbernes Priesterjubiläum. Am 25. Januar 1987 verabschiedete er sich mit einem Gottesdienst von der Gemeinde. Er wurde nach Niedernhausen versetzt. Bezirksdekan Schickel führte Pfarrer Josef Kögel, davor Pfarrer in Niederreifenberg, am 3. Mai 1987 in sein neues Amt ein. Pfarrer Kögel wurde nach Erreichen der Altersgrenze am 30. September 1995 pensioniert. Während seiner Amtszeit wurde auf dem Dr.-Peter-Nikolaus-Platz in Hahn die Kirche St. Johannes Nepomuk gebaut. Die PfarrbeauftragtenAuf Grund des Priestermangels griff in der Kirchengemeinde Herz Mariä erstmals eine Neuregelung: Schwester Gertrud Meiser, eine Pallottinerin aus Limburg, wurde Pfarrbeauftragte. Der Bezirks-Jugendpfarrer Klaus Waldeck wurde leitender Priester. Schwester Gertrud beeinflußte mit ihrer Herzlichkeit die Atmosphäre in der Gemeinde sehr positiv. Nach nur 3 ½ Jahren rief ihr Orden sie wieder nach Limburg. Ein halbes Jahr später wurde Pastoralreferentin Claudia Heuser als Pfarrbeauftragte eingeführt. Nach nur vier Dienstjahren wurde sie nach Battenberg in Nordhessen versetzt. Pfarrer Klaus Waldeck wurde gleichzeitig nach acht Dienstjahren als Bezirks-Jugendpfarrer nach Wiesbaden versetzt. Er übernahm dort drei Gemeinden. Wieder ein PfarrerLothar Frank wurde am 1.9.2003 durch Pfarrer Klaus Schmidt, St. Martin, Idstein, in sein Amt als Pfarrer von Herz Mariä eingeführt. Davor hatte er in Neu-Anspach, Wehrheim und Pfaffenwiesbach drei Gemeinden zu versorgen. Schon bald wurde klar, daß junge Familien und ein gutes ökumenisches Miteinander einen besonderen Stellenwert bei ihm haben. Lothar Frank trat am 31.12.2006 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand. Pastorale RäumeBischof Franz Kamphaus sandte am 26. August 2006 im Hohen Dom zu Limburg Pastoralreferent Dr. Michael Graf als Ansprechperson der Pfarrei Herz Mariä aus. Er bezog mit seiner Familie im August 2006 das umgebaute Pfarrhaus. Pfarrer Kurt Geil, St. Ferrutius, verabschiedete sich mit 67 Jahren am 31.12.2006 in St. Ferrutius und trat in den Ruhestand; Pfarrer Lothar Frank trat am selben Tag in den Ruhestand (s.o.). Ab 1. Januar 2007 gab es daher im pastoralen Raum Taunusstein keinen Priester mehr. Bezirksdekan Andreas Klee und Pfarrer Martin Meuser, Bad Schwalbach, zelebrierten an den Wochenenden in den Taunussteiner Pfarreien und der Pfarrvikarie die Gottesdienste. Am 12. Februar 2008, konnte Bezirksdekan Andreas Klee in einem feierlichen Gottesdienst Matthias Ohlig die Ernennungsurkunde als Pfarrverwalter für die Pfarreien St. Ferrutius, Herz Mariä und die Pfarreivikarie St. Joh. Nepomuk überreichen. Bischof Tebartz-van Elst ernannte ihn anläßlich der Firmung am 21. Juni 2008 in Herz Mariä zum priesterlichen Leiter des pastoralen Raumes Taunusstein/ Aarbergen und zum Pfarrer der Taunussteiner Pfarreien und der Pfarrvikarie. Matthias Ohlig hat seinen Amtssitz in St. Ferrutius in Bleidenstadt.
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